"Mr. BEBOP"



Willi ist - ironischerweise - der unbesungene Held des deutschen Jazz-Gesangs.
Auch wenn er - als "bester Deutscher Jazzsänger" mehrfach ausgezeichnet - weltweit auf Tournee war, hat man ihn heute völlig zu Unrecht fast vergessen. Dabei ist er mit seinen jetzt über 76 Jahren in unveränderter Top-Form geblieben. Er ist weit davon entfernt nur ein verstaubter Bucheintrag zu sein - auch wenn er in "Jazz in Deutschland - Das Lexikon" seinen Platz gefunden hat.
Dort notiert Jürgen Wölfen:
Der bis zu seiner Pensionierung als Grafiker tätige Johanns ist ein brillianter Scatsänger, der sich vor keinem großen Namen des Jazzgesangs zu verstecken braucht

Im Ensemble von Hob Des zollen wir seinem Talent und seinem Einsatz für Jazz die Anerkennung, die er verdient, als unser geschätzter Ehrengast.

Er spielte in US-Clubs und auf großen Festivals, leitete mit Dusko Goykovic, Alvin Queen und Andy Scherrer die Band Bebop City.
Irgendwann hörte ihn Jazz-Legende Jon Hendricks. Später erinnerte er sich:
Louis Armstrong, the Father of us all, invented Jazz singing and scatted like no one ever heard before or since. [...] So when you hear some cat in some land for from the U.S. of A. scatting his broins out... you are not going to rest until you know who THIS cat is! I felt that way when I heard a German Bebop singer. Willi Johanns.

Es folgten Auftritte mit Jon Hendricks selbst sowie mit Don Menza und Clark Terry. Er spielte mit den German All Stars, Kurt Edelhagen und Horst Jankowski.


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